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2026–7: Sonderausgabenabzug für Kinderbetreuungskosten – und die Haushaltszugehörigkeit

  • Autorenbild: Alexander Graf
    Alexander Graf
  • vor 23 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Viele Eltern in Deutschland suchen nach Wegen, ihre Steuern zu senken. Der Sonderausgabenabzug hilft dabei, Kinderbetreuungskosten in der Steuererklärung zu mindern.


Die rechtlichen Hürden können aber hoch sein. Besonders wichtig ist, ob Kinder zum Haushalt gehören. Wenn ja, können Eltern steuerliche Vorteile nutzen.


Ein Urteil vom 27. November 2025 (III R 8/23) bringt Klarheit. Der Bundesfinanzhof hat entschieden, wann Kinder zum Haushalt zählen. Das beeinflusst die Steuergestaltung.


Für Familien bedeutet das mehr Sicherheit bei der Finanzplanung. Es ist wichtig, die Bedingungen für den Abzug genau zu prüfen. So vermeiden sie unnötige Rückfragen.


Wichtige Erkenntnisse


  • Die Haushaltszugehörigkeit ist die Grundvoraussetzung für den Sonderausgabenabzug.

  • Das aktuelle BFH-Ergebnis klärt strittige Fragen zur räumlichen Lebensgemeinschaft.

  • Eltern können ihre Kinderbetreuungskosten nur bei tatsächlicher Zusammengehörigkeit absetzen.

  • Die steuerliche Anerkennung erfordert eine sorgfältige Dokumentation der Lebensverhältnisse.

  • Durch die neue Rechtsprechung sinkt das Risiko für Ablehnungen durch das Finanzamt.

  • Eine frühzeitige Planung der Betreuungssituation sichert langfristige Steuervorteile.


Rechtliche Grundlagen des Sonderausgabenabzugs für Kinderbetreuung

Im deutschen Steuerrecht gibt es spezielle Regeln für den Abzug von Kosten für die Kinderbetreuung. Diese Regeln helfen Eltern, ihre Steuerlast zu senken.


Was sind Kinderbetreuungskosten im Steuerrecht?

Kinderbetreuungskosten sind Ausgaben, die Eltern für die Betreuung ihrer Kinder machen. Dazu zählen Kosten für Kindertagesstätten oder für Kinderbetreuer.


Beispiele für Kinderbetreuungskosten:


  • Kosten für Kindertagesstätten

  • Hausangestellte, die Kinderbetreuung übernehmen

  • Betreuungskosten während der Ferien


Voraussetzungen für den steuerlichen Abzug

Um Kinderbetreuungskosten steuerlich absetzen zu können, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Eine wichtige Bedingung ist, dass die Kosten notwendig sind, damit die Eltern arbeiten können.

Müssen

Beschreibung

Erwerbstätigkeit


Notwendigkeit der Betreuung

Die Betreuung muss notwendig sein, um die Erwerbstätigkeit zu ermöglichen.


Die Bedeutung der Haushaltszugehörigkeit

Ob Kinderbetreuungskosten steuerlich abgesetzt werden können, hängt von der Haushaltszugehörigkeit des Kindes ab. Das Kind muss zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören.


Ein Kind gehört zum Haushalt, wenn es in der Wohnung der Eltern lebt und von ihnen unterstützt wird. Dies ist ein wichtiger Punkt bei der steuerlichen Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten.


Bundesfinanzhof, Urteil vom 27. November 2025 – III R 8/23: Die Entscheidung im Detail

Ein wichtiges Urteil des Bundesfinanzhofs vom 27. November 2025 – III R 8/23 beleuchtet die Steuer auf Kinderbetreuungskosten. Es ist notwendig für Eltern, die über die Steuern auf Kinderbetreuung nachdenken.


Der zugrunde liegende Sachverhalt

Ein Fall kam vor den Bundesfinanzhof an. Eltern wollten die Kosten für die Betreuung ihrer Kinder steuerlich absetzen. Sie hatten ihr Kind in einer Betreuungseinrichtung untergebracht und die Kosten in der Steuererklärung angegeben.


Ob diese Kosten steuerlich anerkannt werden, hängt von der Haushaltszugehörigkeit des Kindes ab. Das war der Hauptstreitpunkt.


Streitpunkt Haushaltszugehörigkeit des Kindes

Ob das Kind zum Haushalt der Eltern gehört, war umstritten. Die Eltern meinten, das Kind sei Teil ihres Haushalts. Das Finanzamt sah das anders.


Das Finanzamt basierte auf bestimmten Kriterien für die Haushaltszugehörigkeit.


Die Begründung des Bundesfinanzhofs

Der Bundesfinanzhof hat die Gesetze zur Haushaltszugehörigkeit und zum Sonderausgabenabzug für Kinderbetreuungskosten genau erklärt.


Auslegung der gesetzlichen Regelungen

Der Gerichtshof sagte, die Haushaltszugehörigkeit hängt nicht nur von der Nähe zum Kind ab. Man muss alle Einzelfälle genau betrachten.


Wichtig dabei sind die Betreuung und Versorgung des Kindes.


Abgrenzung zu bisheriger Rechtsprechung

Der Bundesfinanzhof hat sich von seiner alten Rechtsprechung abgegrenzt. Er sagte, die neuen Gesetze erfordern eine andere Betrachtung.


Dies schafft Klarheit für die Steuer auf Kinderbetreuung in ähnlichen Fällen.


Praktische Konsequenzen für betroffene Eltern

Das Urteil des Bundesfinanzhofs hat große Auswirkungen. Eltern, die Kinderbetreuungskosten steuerlich absetzen wollen, müssen sich informieren. So können sie von den neuen Regeln profitieren.


Welche Steuerpflichtigen profitieren von dem Urteil?

Eltern, die Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben absetzen, sind betroffen. Es ist wichtig, dass die Kinder zum Haushalt der steuerpflichtigen Person gehören. Das Urteil hat die Kriterien für die Haushaltszugehörigkeit klarer gemacht.


Eltern sollten prüfen, ob sie die Bedingungen erfüllen. Es geht darum, ob die Kinderbetreuungskosten nachgewiesen sind und ob die Kinder zum Haushalt gehören.


Anforderungen an die Nachweisführung

Ein wichtiger Punkt ist die ordnungsgemäße Nachweisführung der Kinderbetreuungskosten. Eltern müssen Belege und Rechnungen gut aufbewahren.


Es ist klug, alle wichtigen Dokumente zu sammeln und zu ordnen. So ist die Nachweisführung bei einer Prüfung durch das Finanzamt einfacher.


Handlungsempfehlungen für zukünftige Steuererklärungen

Eltern sollten ihre Steuererklärungen sorgfältig vorbereiten. Sie sollten alle wichtigen Informationen und Belege bereithalten. Ein Steuerberater kann helfen, alle Möglichkeiten des Sonderausgabenabzugs zu nutzen.


Eltern sollten auch die neuesten Entwicklungen im Steuerrecht verfolgen. So können sie von neuen Möglichkeiten und Änderungen profitieren.


Fazit

Das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 27. November 2025 – III R 8/23 hat wichtige Klarstellungen zum Sonderausgabenabzug für Kinderbetreuungskosten gebracht. Es ging vor allem um die Frage, ob das Kind zum Haushalt gehört. Diese Frage ist notwendig im Steuerrecht.


Die Entscheidung zeigt, dass die Haushaltszugehörigkeit notwendig ist. Eltern, deren Kinder zum Haushalt gehören, können steuerliche Vorteile nutzen. Aber es gibt bestimmte Bedingungen dafür.


Für Steuerpflichtige in Deutschland ist es wichtig, die Regeln genau zu kennen. Sie müssen die Nachweise gut aufbewahren. Die Frage, ob das Kind zum Haushalt gehört, ist immer wichtig, wenn es um Kinderbetreuungskosten geht.


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