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2025-70: Achtung Onlinehändler: Voreinstellung von kostenpflichtigem Expressversand unzulässig

  • Autorenbild: Alexander Graf
    Alexander Graf
  • 18. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Stunden

Achtung Onlinehändler: Voreinstellung von kostenpflichtigem Expressversand unzulässig

Das Landgericht Freiburg hat eine wichtige Entscheidung getroffen. Sie betrifft alle Onlinehändler. Die Voreinstellung von kostenpflichtigem Expressversand wurde als unzulässig erklärt.


Dies hat große Auswirkungen auf den Verbraucherschutz. Es zeigt, wie wichtig es ist, dass Onlinehändler ihre Versandoptionen prüfen. Sie müssen sicherstellen, dass sie den Gesetzen entsprechen.


Die Voreinstellung auf kostenpflichtige Versandoptionen kann Verbraucher benachteiligen. Es kann auch zu Irreführung führen.


Wichtige Erkenntnisse


  • Die Voreinstellung von kostenpflichtigem Expressversand ist unzulässig.

  • Onlinehändler müssen ihre Versandoptionen überprüfen.

  • Verbraucherschutz steht im Vordergrund dieser Entscheidung.

  • Onlinehändler sollten ihre Prozesse anpassen, um Bußgelder zu vermeiden.

  • Transparenz bei Versandoptionen ist entscheidend.


Gerichtsentscheidung des Landgerichts Freiburg (Az. 12 O 57/22 KfH) im Überblick

Das Landgericht Freiburg hat eine Entscheidung getroffen, die im Online-Handel für Aufsehen sorgt. Es geht um Onlinehändler, die automatisch den Expressversand wählen lassen.


Hintergrund des Rechtsstreits und beteiligte Parteien

Ein Verbraucherschutzverein hat Klage gegen einen Onlinehändler eingereicht. Er sieht darin eine irreführende Geschäftspraxis, die Verbraucher benachteiligt.


Der Onlinehändler meinte, dass die Voreinstellung klar und transparent sei. Doch das Gericht unterstützte die Sicht des Verbraucherschutzvereins.


Kernpunkte der Entscheidung gegen vorausgewählten Expressversand

Das Gericht in Freiburg hat entschieden, dass die Voreinstellung des Expressversands gegen die Gesetze verstößt. Sie kann Verbraucher getäuscht haben.


Die wichtigsten Punkte der Entscheidung sind:


  • Der Expressversand darf nicht automatisch gewählt werden.

  • Onlinehändler müssen sicherstellen, dass Verbraucher eine klare Wahl haben.

  • Der Händler muss beweisen, dass seine Praxis fair und transparent ist.


Diese Entscheidung wirft ein Licht auf den Online-Handel in Deutschland. Sie zeigt, wie wichtig es ist, dass Händler ihre Prozesse für Verbraucher verbessern.


Rechtliche Grundlagen und Begründung des Urteils

Das Urteil basiert auf einer gründlichen Untersuchung der Online-Handelsregeln. Das Landgericht Freiburg hat die Gesetze zum Bestellprozess genau geprüft. Es kam zu dem Schluss, dass die Voreinstellung auf kostenpflichtigen Expressversand illegal ist.


Gesetzliche Bestimmungen zum Bestellprozess im Online-Handel

Im Online-Handel gibt es viele Gesetze. Ein wichtiger Punkt ist der Verbraucherschutz. Dieser wird durch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und die EU-Verbraucherrechterichtlinie geschützt.


Wichtige Gesetze beinhalten:


  • Die Pflicht, alle Kosten klar und offen zu nennen

  • Das Verbot von irreführenden Geschäftspraktiken

  • Die Notwendigkeit, dass Verbraucher ihre Kaufentscheidungen bewusst treffen können


Diese Regeln sollen sicherstellen, dass Verbraucher fair behandelt werden. Sie sollen ihre Kaufentscheidungen auf gut informierter Basis treffen können.


Argumentation des Gerichts zur Verbrauchertäuschung

Das Gericht meint, die Voreinstellung auf kostenpflichtigen Expressversand täusche Verbraucher. Das verstößt gegen die Gesetze. Verbraucher zahlen oft mehr, als sie wollten.

„Die Voreinstellung auf einen kostenpflichtigen Expressversand ohne klare und deutliche Information darüber stellt eine irreführende Geschäftspraxis dar, die Verbraucher in die Irre führt und ihre Entscheidungsfreiheit beeinträchtigt.“

Die Argumentation des Gerichts basiert auf der Analyse der Auswirkungen solcher Praktiken. Es zeigt, wie wichtig es ist, im Online-Handel fair und offen zu sein.

Gesetzliche Bestimmung

Beschreibung

Auswirkung auf Verbraucher

UWG §5

Verbot irreführender Geschäftspraktiken

Schutz vor Täuschung

EU-Verbraucherrechterichtlinie, Art. 8

Informationspflichten

Klarheit über Kosten

BGB §312j

Besondere Informationspflichten bei Fernabsatzverträgen

Transparenz bei Bestellungen

Praktische Auswirkungen für Onlinehändler und erforderliche Maßnahmen

Onlinehändler müssen sich auf neue Gesetze einstellen. Das Landgericht Freiburg hat eine wichtige Entscheidung getroffen. Diese betrifft die Voreinstellung von kostenpflichtigem Expressversand im Checkout-Prozess.


Onlinehändler müssen ihre Verkaufspraktiken anpassen. Das schützt Verbraucher vor unlauteren Geschäftspraktiken. Der Checkout-Prozess muss transparent und fair sein.


Notwendige Anpassungen im Checkout-Prozess

Onlinehändler müssen ihren Checkout-Prozess überprüfen und anpassen. Kostenpflichtige Services wie der Expressversand dürfen nicht mehr voreingestellt sein. Verbraucher müssen selbst entscheiden, ob sie diesen Service nutzen möchten.


Kostenpflichtige Optionen müssen klar gekennzeichnet werden. Hervorgehobene Hinweise oder Warnmeldungen helfen dabei, Verbraucher auf zusätzliche Kosten hinzuweisen.


Rechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen bei Nichteinhaltung

Wer diese Anpassungen nicht vornimmt, riskiert rechtliche Probleme. Das Landgericht Freiburg hat entschieden, dass die Voreinstellung von kostenpflichtigem Expressversand illegal ist. Es drohen Bußgelder und rechtliche Schritte von Verbraucherschutzorganisationen.


Wirtschaftliche Schäden können auch entstehen. Vertrauen in den Onlinehändler kann verloren gehen. Das führt zu Umsatzeinbußen und Schäden am Unternehmensimage.


Fazit

Das Landgericht Freiburg hat eine wichtige Entscheidung getroffen. Sie zeigt, wie wichtig der Verbraucherschutz im Online-Handel ist. Onlinehändler müssen ihre Bestellprozesse klar und benutzerfreundlich gestalten.


Die Entscheidung zeigt, dass Gerichte die Rechte der Verbraucher ernst nehmen. Sie halten Unternehmen zur Rechenschaft, die diese Rechte verletzen. Dies hat große Auswirkungen auf den Online-Handel.


Das Urteil betont, wie wichtig faire und transparente Online-Handelspraktiken sind. Sie müssen die Interessen von Händlern und Verbrauchern berücksichtigen. Wenn Händler die Gesetze einhalten, vermeiden sie rechtliche Probleme und stärken das Vertrauen ihrer Kunden.


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