2025-6: Vermieter darf Gutachter zur Mieterhöhung in Wohnung lassen
- Alexander Graf
- 21. Okt. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. Feb.

Wenn die Miete steigen soll, fragt man sich oft, wie die Wohnung aussieht. Ein neues Urteil bringt Klarheit für alle Beteiligten. Eigentümer wollen die Immobilie vorher genau sehen, um ihren Wert zu bestimmen.
Das Besichtigungsrecht ist wichtig in der Vermietung. Es schützt die Interessen des Eigentümers und respektiert die Privatsphäre der Mieter. Eine Mieterhöhung basiert auf Fakten über die Wohnung.
Am 28.11.2023 gab der Bundesgerichtshof ein wichtiges Urteil. Im Verfahren VIII ZR 77/23 klärten sie die Rechte und Pflichten. Wer diese rechtlichen Grundlagen kennt, spart Zeit und hält das Verhältnis im Haus gut.
Wichtige Erkenntnisse
Vermieter brauchen einen sachlichen Grund, um in die Wohnung zu kommen.
Die Vorbereitung einer Mieterhöhung ist Grund genug für den Zutritt.
Mieter müssen den Termin unter bestimmten Bedingungen und Vorankündigungen dulden.
Der Beschluss VIII ZR 77/23 macht das Mietverhältnis transparenter.
Eine objektive Begutachtung vermeidet lange juristische Streitigkeiten.
Rechtssicherheit fördert einen fairen Umgang zwischen Vermietern und Bewohnern.
Rechtlicher Hintergrund: Wann darf der Vermieter die Wohnung besichtigen?
Das Besichtigungsrecht des Vermieters ist wichtig, wenn es um Mieterhöhungen geht. Es ist im BGB festgelegt. Dieses Recht hilft dem Vermieter, die Zustimmung für eine Mieterhöhung zu prüfen.
Gesetzliche Grundlagen des Besichtigungsrechts
Das Besichtigungsrecht des Vermieters ist im Gesetz nicht direkt aufgeführt. Es ergibt sich aber aus dem allgemeinen Recht. Dieses Recht ist nötig, um den Zustand der Wohnung zu prüfen.
Die genauen Bedingungen für das Besichtigungsrecht werden durch Gerichte und Verträge festgelegt. Ein wichtiger Punkt ist die Ankündigung der Besichtigung. Der Vermieter muss den Mieter rechtzeitig informieren.
Besichtigungsanspruch bei Mieterhöhungen nach § 558b BGB
Der § 558b BGB sagt, unter welchen Bedingungen der Vermieter eine Mieterhöhung beantragen kann. Ein Besichtigungsanspruch ist wichtig, um die Berechtigung der Mieterhöhung zu prüfen.
Hier ist eine Tabelle mit wichtigen Punkten zum Besichtigungsrecht bei Mieterhöhungen:
Rechtlicher Aspekt | Beschreibung | Gesetzliche Grundlage |
Besichtigungsrecht | Recht des Vermieters, die Wohnung zu besichtigen | BGB |
Ankündigungspflicht | Rechtzeitige Information des Mieters vor Besichtigung | Vertrag oder Gesetz |
Mieterhöhung | Voraussetzungen für eine Mieterhöhung | § 558b BGB |
BUNDESGERICHTSHOF Beschluss vom 28.11.2023, VIII ZR 77/23: Die Entscheidung im Detail
Der Bundesgerichtshof hat am 28.11.2023 (VIII ZR 77/23) entschieden. Er hat das Recht des Vermieters bei Mieterhöhungen geklärt. Diese Entscheidung ist notwendig für die Rechtspraxis in Deutschland.
Der zugrunde liegende Sachverhalt
Ein Streit zwischen Vermieter und Mieter führte zu dieser Entscheidung. Der Vermieter wollte eine Mieterhöhung und die Wohnung besichtigen. Der Mieter wollte die Besichtigung nicht zulassen.
Das Amtsgericht und das Landgericht hatten unterschiedliche Meinungen. Der Bundesgerichtshof hat den Fall nun geklärt.
Kernaussagen der höchstrichterlichen Entscheidung
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass das Besichtigungsrecht begrenzt ist. Wichtige Voraussetzungen sind:
Eine Vereinbarung im Mietvertrag
Eine Begründung für die Besichtigung
Angemessene Ankündigung der Besichtigung
Das Gericht betonte auch, dass das Besichtigungsrecht nicht missbraucht werden darf. Es soll den Mietfrieden nicht stören.
Rechtliche Begründung des Gerichts
Das Gericht hat sich auf § 558b BGB gestützt. Es sagte, das Besichtigungsrecht sei wichtig, um die Mieterhöhung zu überprüfen.
Es wurde auch betont, dass dieses Recht nicht absolut ist. Es muss mit den Rechten des Mieters auf Privatsphäre und ungestörten Wohnungsbesitz im Einklang stehen.
Der Beschluss vom 28.11.2023 (VIII ZR 77/23) klärt das Besichtigungsrecht bei Mieterhöhungen. Er ist eine wichtige Orientierung für Vermieter und Mieter.
Praktische Auswirkungen für Vermieter und Mieter in Deutschland
Das Urteil des BGH vom 28.11.2023 hat große Auswirkungen. Es betrifft die Rechte und Pflichten von Vermietern und Mietern. Beide müssen sich mit den neuen Regeln auseinandersetzen.
Was Vermieter bei Mieterhöhungen beachten müssen
Vermieter müssen bei Mieterhöhungen bestimmte Regeln beachten. Es ist wichtig, dass Vermieter ihre Forderungen klar und transparent begründen. Die Mieterhöhung muss auf einer soliden Grundlage basieren.
Der Vermieter muss seine Berechnungen offenlegen. Es ist auch wichtig, dass Vermieter ihr Besichtigungsrecht nicht missbräuchlich nutzen. Eine unangemessene Häufigkeit oder unzumutbare Zeiten für Wohnungsbesichtigungen können als unzumutbare Belästigung angesehen werden.
Es ist ratsam, einen vernünftigen Zeitplan für Besichtigungen zu erstellen. Diesen Zeitplan sollte man mit dem Mieter abstimmen.
Welche Rechte Mieter haben
Mieter haben das Recht, sich gegen unberechtigte Mieterhöhungen zu wehren. Sie sollten ihre Rechte kennen und wissen, wie sie sich wehren können. Mieter haben Anspruch auf eine detaillierte Begründung der Mieterhöhung.
Mieter können die Zustimmung zu einer Mieterhöhung verweigern, wenn diese nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Es ist wichtig, dass Mieter ihre Rechte kennen. Sie sollten gegebenenfalls anwaltlichen Rat einholen, um ihre Interessen zu vertreten.
Fazit
Der Bundesgerichtshof hat am 28.11.2023 wichtige Entscheidungen getroffen. Diese betreffen das Besichtigungsrecht des Vermieters bei Mieterhöhungen. Es ist wichtig, dass Vermieter und Mieter diese Regeln kennen.
Das Besichtigungsrecht ist notwendig, besonders bei Mieterhöhungen. Wenn beide Seiten die Regeln kennen, können sie ihre Rechte besser schützen.
Vermieter müssen ihre Rechte auf Besichtigung klar erklären. Mieter sollten wissen, wie sie ihre Privatsphäre schützen können. Diese Entscheidung hilft, die Vermietung fairer zu gestalten.
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